Palliativversorgung im Sozialwerk Altenhilfe
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Palliativversorgung im Fokus Palliativversorgung im Sozialwerk Altenhilfe

Die Palliativversorgung ermöglicht schwerkranken Menschen, trotz einer unheilbaren Erkrankung in ihrer vertrauten Umgebung zu bleiben. Im Mittelpunkt stehen Lebensqualität, Symptomlinderung und die Unterstützung von Angehörigen.

In Deutschland kommt es seit den 1980er Jahren zu einer Institutionalisierung und strukturellen Ausweitung der Palliativversorgung, allerdings vorwiegend im stationären Bereich der Hospize und Palliativstationen (vgl. Klinkhammer, 2007). Mit der gesetzlichen Verankerung des Rechtsanspruchs auf eine spezialisierte ambulante Palliativversorgung (SAPV) im Jahr 2007 wird nun auch der ambulante Sektor gestärkt und eine ergänzende Versorgungsform zur allgemeinen ambulanten Palliativversorgung (AAPV) bereitgestellt.

Mit Hilfe des SAPV Angebotes wird Betroffenen ein selbstbestimmtes und würdevolles Leben mit möglichst geringen Krankheitsbeschwerden in der vertrauten Umgebung, bei der Familie oder in der stationären Pflege bis zum Ende ihres Lebens ermöglicht. Durchgeführt wird diese Versorgungsform durch sogenannte „Palliative Care Teams“ (PCT). In diesen Teams arbeiten speziell ausgebildete Ärzte und Pflegefachkräfte, weiterhin können auch Seelsorger, Psychologen und Therapeuten dazu gehören. Um die Versorgungskontinuität sicher zu stellen, arbeiten die multiprofessionellen PCT´s eng mit verschiedenen Kooperationspartnern in regionalen Netzwerken interdisziplinär zusammen.

Die Einrichtungen und Dienste der PSW GmbH Sozialwerk Altenhilfe gehören regionalen Palliativnetzwerken an. Sie unterstützen die PCT´s bei der Betreuung und Begleitung Schwerstkranker und deren Angehörigen. Voraussetzung für die Erbringung von Leistungen im SAPV Bereich ist die Qualifizierung von Pflegefachkräften zur Palliativfachkraft. Die Wahrnehmung ordinärer Aufgaben in diesem besonders anspruchsvollen Bereich bedarf einer speziellen Ausbildung, um den bedürfnisorientierten Prozess der Betreuung und Behandlung fachlich kompetent begleiten zu können. Die Linderung belastender Krankheitsbeschwerden wie z.B. Schmerz, Luftnot oder Übelkeit ist nur ein Teil der Palliativausbildung. Neben der Vermittlung von Fachwissen geht es auch um die Wahrnehmung der eigenen inneren Haltung und die Stärkung der Sozial- und Selbstkompetenz. Um den besonderen Herausforderungen der Palliativversorgung professionell begegnen zu können, ist der Einbezug sowohl fachlicher als auch persönlicher Kompetenzen sowie die Selbstpflege ein wichtiger Aspekt der Ausbildung.
Im Rahmen einer ersten Qualifizierungsrunde im Jahr 2013 wurden in allen Einrichtungen und Diensten des Sozialwerks MitarbeiterInnen zur Palliativfachkraft ausgebildet. Zur Gewährleistung einer flächendeckenden und kontinuierlichen Palliativversorgung in den stationären und ambulanten Einrichtungen erfolgt eine zweite Qualifizierungsrunde, die im Dezember 2014 erfolgreich abgeschlossen wurde.

Quellen:
Klinkhammer, Gisela; Palliativmedizin: Quantensprung für die Versorgung Schwerstkranker; Dtsch Arztebl 2007; 104(25): A-1792 / B-1582 / C-1522
Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin e.V. – Internet: www.dgpalliativmedizin.de

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